Förderprogramm »Weiterkommen!«

Mit welchem Vorhaben zur Kulturellen Bildung, Teilhabe und Vermittlung wollen Sie weiterkommen?

Mit seinem ersten Förderprogramm stellt sich das Kompetenzzentrum Kulturelle Bildung und Vermittlung in Baden-Württemberg als neuer Partner vor, der Kultureinrichtungen, Künstler*innen und Vermittler*innen berät, begleitet und fördert: »Weiterkommen!«

Die Rahmenbedingungen auf einen Blick

1. Sie können für Ihr Vorhaben Mittel von bis zu 25.000€ beantragen für:

  • Phase 1: die Entwicklung eines Konzepts oder eines Prototypen mit einer Förderung von 5.000€ bis max. 7.000€
  • Phase 2: dessen Erprobung mit einer Förderung von 18.000€ bis max. 20.000€

2. Was ist zu tun?

  • Ein inspirierendes Team (mind. 3 Personen) bilden, wobei ein Mitglied in einer im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ressortierten Kunst- und Kultureinrichtung arbeitet.
  • Kurzes (Handy)Portrait drehen.
  • Kosten-/Finanzierungsplan (KFP) erstellen.
  • Online-Bewerbungsformular ausfüllen, Video und KFP mit hochladen.
  • Unsere Fachjury mit diesen Unterlagen überzeugen.

3. Was müssen Sie beachten?

  • Die im Team vertretende Kunst- oder Kultureinrichtung ist im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) ressortiert. Sie stellt den Antrag.
  • Bewerbungsschluss: 30. Januar 2022 (bis Mitternacht).
  • Die Projekte müssen bis 31. Dezember 2022 abgeschlossen sein.

Auf dieser Seite finden Sie:

  • Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs)
  • Termine für unsere Online-Beratung
  • Blanko Kosten-/Finanzierungsplan (KFP)
  • Musterantrag 1 inkl. KFP
  • Musterantrag 2 inkl. KFP

Orientierung, Inspiration und Beratung

Online-Beratung

  • Montag, 13.12.2021, 12:00 – 13:00 Uhr
  • Donnerstag, 16.12.2021, 19:30-10:30 Uh
  • Donnerstag, 20.12.2021, 9:30 – 10:30 Uhr
  • Mittwoch, 05.01.2022, 18:00 – 19:00 Uhr
  • Mittwoch, 12.01.2022, 09:00 – 10:00 Uhr
  • Mittwoch, 19.01.2022, 10:00 – 11:00 Uhr
  • Dienstag, 25.01.2022, 12:00 – 13:00 Uhr

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs)

Stand November 2021

Was wird gefördert?

»Weiterkommen!« richtet sich an Kunst- und Kultureinrichtungen und weitere Akteur*innen der Kunst- und Kulturszene in Baden-Württemberg. Das Programm soll sie dabei unterstützen, an einem Vermittlungskonzept und/oder künstlerischen Vorhaben (weiter) zu arbeiten. Ziel ist es, die Akteur*innen zu stärken, zu vernetzen und dabei neue Prozesse für Vermittlung und mehr Kulturelle Teilhabe anzustoßen.

Gefördert wird in zwei Phasen:

1. die Entwicklung,

2. die sich anschließende Erprobung einer Idee oder eines Konzepts.

Das Team definiert im Antrag, womit es Phase 1 abschließt, und legt eine Deadline hierfür fest. Möglich ist auch, nur für diese Phase (Entwicklung) einen Antrag zu stellen.

 

Beispiel „Neue Vermittlungsformate“ (Phase 1 + 2)
Phase 1:
Das Team einer Vermittlungsabteilung fragt sich: Wie könnte ein Vermittlungsformat aussehen, das unser Publikum auf originelle und einladende Weise unmittelbar miteinander in Austausch bringt über das, was es bei uns sieht/erlebt? Es stellt einen Antrag, um eine konkrete Idee für ein neues Format zu entwickeln. Das Team schließt Phase 1 mit einem konkret ausformulierten Konzept für dieses Format ab.

Phase 2:
Das Team möchte sein Format im Anschluss erproben. Es beantragt hierfür ebenfalls Fördermittel im Programm »Weiterkommen!«.

 

Beispiel „Leitbild Kulturelle Bildung“ (nur Phase 1)
Phase 1:
Eine Institution hat noch kein Leitbild zu diesem Thema und beantragt Mittel für einen Leitbildprozess. Die Institution schließt Phase 1 mit dem im Prozess erarbeiteten Leitbild ab.

Wer wird gefördert?

»Weiterkommen!« fördert ein Team von mindestens drei gleichberechtigt zusammenarbeitenden Personen. Dieses Team stellt sich gemeinsam eine spezifische Frage, zu der es im Bereich Kulturelle Teilhabe, Kulturelle Bildung und Vermittlung weiterkommen möchte.

Die Teammitglieder kommen entweder

a) alle aus derselben Kunst- oder Kultureinrichtung in Baden-Württemberg und derselben Abteilung (z. B. Vermittlung)

oder

b) alle aus derselben Kunst- oder Kultureinrichtung in Baden-Württemberg und verschiedenen Abteilungen (z. B. Vermittlung, Werkstätten, PR)

oder

c) mit mindestens einem Mitglied aus der antragstellenden Kunst- oder Kultureinrichtung in Baden-Württemberg. Die anderen Teammitglieder können in anderen Bereichen (auch freiberuflich) arbeiten. Diese Option ermöglicht es, ggf. auch bundesweite und internationale Kooperationen einzugehen. Es müssen nicht alle Teammitglieder in Baden-Württemberg ansässig sein. Reisekosten können gefördert werden. Das geförderte Vorhaben muss in Baden-Württemberg umgesetzt werden.

 

Wichtig: Den Antrag kann nur die Person im Team stellen, die bei einer Einrichtung arbeitet, für die das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) zuständig ist (vgl. dazu den Punkt „Wer kann einen Antrag stellen?“).
Das Team bewirbt sich u. a. mit einem Handyportrait (60 Sekunden), in dem es sich und sein Vorhaben kurz vorstellt.

Was ist mit Handyportrait gemeint?

Wir möchten die Menschen hinter den Anträgen kennenlernen. Dazu bitten wir Sie, sich als Team per Video kurz vorzustellen. Das Video kann einfach per Handy, Zoom o. ä. gedreht werden.

Gerne möchten wir von Ihnen wissen:
1. Wer sind Sie? Warum diese Teamkonstellation?
2. Womit möchten Sie weiterkommen?
3. Was soll konkrekt entstehen?

Das Video sollte max. 60 Sekunden lang sein.

Was passiert mit dem Video?

Das Video ist Bestandteil der erforderlichen Bewerbungsunterlagen. Im Antragsformular werden Sie am Ende gebeten, Ihr Video hochzuladen. Es wird mit den anderen Unterlagen der Fachjury Datenschutzkonform weitergeleitet und während des Bewerbungszeitraums von uns abgespeichert.

Wer kann einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind

Institutionen, die dem Ressort der Kunstabteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg zuzuordnen sind. Wie zum Beispiel: öffentliche und private Theater, Soziokulturelle Zentren, Kinos, Clubs, feste Ensembles, Orchester, Chöre, Amateurmusik und Amateurtheater, Festspiele, Kunst- und Musikhochschulen, Museen, Galerien, Kunstvereine, Literatur, Bibliotheken und Archive sowie der Film- und Medienbereich.

Außerdem müssen die Kultureinrichtungen ihren Sitz in Baden-Württemberg haben.

Die Kultureinrichtung muss gemeinnützige Ziele verfolgen. Eine Anerkennung der Gemeinnützigkeit ist nicht erforderlich.

Die Kultureinrichtung muss vor dem 1. Januar 2019 gegründet worden sein. Einrichtungen, die ihre Rechtsform gewechselt haben, aber schon vor dem 1. Januar 2019 in anderer Rechtsform gearbeitet haben, sind ebenfalls antragsberechtigt.

Die Kultureinrichtung muss rechtlich eigenständig sein (wie z. B. e.V., gGmbH, Stiftung, GbR, Einzelunternehmen) oder in der Trägerschaft einer Kommune oder des Landes liegen.

 

Nicht antragsberechtigt sind

  • Einrichtungen, die anderen Ministerien zugeordnet sind, wie z. B. Musikschulen, Jugendkunstschulen, Jugendhäuser, LKJ, caritative Einrichtungen, VHS, etc.
  • Kommunen, Kulturämter oder Landratsämter
  • Produktionsbüros, Künstler- und Veranstaltungsagenturen, sofern sie ihrer Struktur nach nicht als Kultureinrichtung zählen.
  • Natürliche Personen wie freischaffende Künstler*innen, Kultur- und Kreativschaffende ohne eigene Rechtsform sowie Einzelunternehmen, die als Einzelperson agieren aber keine Kultureinrichtung betreiben.

Hinweis: Kolleg*innen aus diesen Zusammenhängen können aber Team-Mitglieder sein.

Was und welche Maßnahmen werden gefördert?

In der Phase 1 (Entwicklung) können Maßnahmen gefördert werden, die das Team braucht, um seine Frage zu beantworten/eine konkrete Idee zu entwickeln.

Zum Beispiel:

  • Honorare (inkl. Abgaben an die Künstlersozialkasse (KSK))
  • Personalkosten, sofern sie nicht anderweitig finanziert sind (zum Beispiel über eine institutionelle Förderung)
  • Reise- und Transportkosten
  • Teilnahmegebühren für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
  • Übernachtungskosten inkl. Verpflegung
  • Material- und Sachkosten
  • Technik- und Mietkosten

 

In der Phase 2 (Erprobung) können Maßnahmen gefördert werden, die das Team braucht, um sein in Phase 1 entwickeltes konkretes Konzept umzusetzen.

Zum Beispiel:

  • Honorare (inkl. Abgaben an die Künstlersozialkasse)
  • Personalkosten, sofern sie nicht anderweitig finanziert sind (zum Beispiel über eine institutionelle Förderung)
  • Reise- und Transportkosten
  • Übernachtungskosten inkl. Verpflegung
  • Material- und Sachkosten
  • Technik- und Mietkosten

 

Wichtig: Bei Antragsstellung kann für Phase 2 zunächst eine Pauschalsumme beantragt werden. Vor Beginn der Phase 2 ist dann vorzulegen:

1. Das in Phase 1 entwickelte Konzept, das erprobt werden soll.
2. Ein detaillierter Kosten-/Finanzierungsplan (KFP) für Phase 2.

 

Beispiel: „Neue Vermittlungsformate“
Phase 1:
Das Team einer Vermittlungsabteilung fragt sich: Wie könnte ein Vermittlungsformat aussehen, das unser Publikum auf originelle und einladende Weise unmittelbar miteinander in Austausch bringt über das, was es bei uns sieht/erlebt? Es stellt einen Antrag, um eine konkrete Idee für ein neues Format zu entwickeln. Es beantragt:

  • Honorare, Reise- und Übernachtungskosten für Expert*innen, die es zu sich einlädt.
  • Teilnahmegebühren für eine Online-Fortbildung, an der das Team geschlossen teilnimmt.

Es schließt Phase 1 mit einem konkret ausformulierten Konzept für dieses Format ab.

 

Phase 2:
Das Team möchte sein in Phase 1 entwickeltes Format im Anschluss erproben. Es beantragt hierfür ebenfalls Fördermittel im Programm „Weiterkommen“. Es beantragt:

  • Honorare, Technik- und Mietkosten, Sach- und Materialkosten.

Was kann nicht gefördert werden?

Nicht zuwendungsfähig und daher nicht im Kosten-/Finanzierungsplan (KFP) aufzuführen sind:

  • Personalkosten für bestehendes Personal, das bereits anderweitig finanziert wird oder nicht im Projekt mitarbeitet.
  • Ehrenamtspauschalen
  • Fiktive Büro- oder Mietkosten
  • Steuern und Gebühren
  • Baumaßnahmen

Welche Fördersummen können beantragt werden?

Für die Phase 1: 5.000€ – 7.000€.
Für die anschließende Phase 2: 18.000 – 20.000€

Die maximale Fördersumme beträgt 25.000€ (Phase 1 + Phase 2).

Es werden maximal 95% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben bezuschusst. Grundsätzlich sollen 5% der Finanzierungsmittel aus Eigenmitteln oder sonstigen Einnahmen getragen werden, hierzu zählen keine Eigenleistungen.

Was kann als Eigenmittel und damit als Eigenanteil gerechnet werden?

Grundsätzlich sollen 5% der Finanzierungsmittel aus Eigenmitteln oder sonstigen Einnahmen getragen werden, hierzu zählen keine Eigenleistungen.

Eigenmittel sind Barmittel/Bankguthaben der Kultureinrichtung.

Drittmittel zählen als Eigenanteil und setzten sich zusammen aus Spenden, Sponsoring, Stiftungen, Zuwendungen der Kommune oder des Bundes, Eigenmittel der Kooperationspartner.

Nicht angerechnet und daher nicht im Kosten-/Finanzierungsplan (KFP) aufzuführen sind:

  • Eigenleistungen
  • Sachleistungen
  • Arbeitsleistungen
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten

Welche Fristen sind zu beachten?

Der Antrag muss spätestens bis zum 30. Januar 2022 (bis Mitternacht) online eingereicht und vollständig sein. Das Projekt muss bis spätestens 31. Dezember 2022 abgeschlossen sein. Der Verwendungsnachweis muss bis spätestens Ende März 2023 vorliegen.

Welche Unterstützung und Beratung gibt es?

Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Sie finden auf dieser Website weiter oben Musteranträge mit Beispielen sowie Termine für die Online-Beratung.

Außerdem können Sie einen beschreibbaren Blanko Kosten-/Finanzierungsplan (KFP) als PDF-Datei herunterladen und für Ihre Kalkulationen verwenden. Bei Antragsstellung laden Sie dieses Dokument wieder hoch.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?

1. Die Bewerbung erfolgt über ein Online-Formular über die Website des Kompetenzzentrums Kulturelle Bildung und Vermittlung.

2. Das Kompetenzzentrum prüft die Anträge und leitet sie an eine Fachjury weiter.

3. Die Fachjury und das Kompetenzzentrum wählen die Anträge zur Förderung aus. Als Maßstab für die Beurteilung der Anträge werden folgende Kriterien angelegt:

  • Das Vorhaben ist nachvollziehbar
  • und realistisch umzusetzen.
  • Das Vorhaben fördert Kulturelle Teilhabe.

Zudem wird auf regionale Ausgewogenheit geachtet.

 

Die Jurysitzung findet voraussichtlich im Februar 2022 statt. Über das Ergebnis werden alle Bewerber*innen per E-Mail informiert.

Wie sieht der Verwendungsnachweis aus?

Der Verwendungsnachweis hat zwei Teile: Einen inhaltlichen Sachbericht und einen finanziellen Bericht. Dafür müssen die Zahlen im ursprünglichen Kosten-/Finanzierungsplan (KFP), der bei Antragstellung eingereicht wurde, um die tatsächlichen Ist-Zahlen ergänzt und angepasst werden.

Das Einreichen von Belegen oder Vergleichsangeboten ist nicht notwendig. Die*der Zuwendungsempfänger*in ist verpflichtet, dem Kompetenzzentrum weitere Unterlagen bei Bedarf vorzulegen.

Der Verwendungsnachweis (beide Teile) muss spätestens Ende März 2023 vollständig online beim Kompetenzzentrum eingereicht worden sein.

Das Kompetenzzentrum wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanziert und vom Landesmuseum Württemberg organisatorisch unterstützt.

Zu sehen ist das Logo des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (kurz MWK).
Zu sehen ist das Logo des Landesmuseum Württemberg (kurz LMW).